FabCity Leipzig – Aufbruch in eine offene, kreislauffähige Zukunft

Am 20. September 2025 fand im Makerspace Leipzig das FabCity Forum Leipzig im Rahmen der Festivalwoche Gutes Leben Leipzig statt – gestaltet als moderierte Zukunftswerkstatt. Ziel war es, gemeinsam zu erkunden, wie Leipzig auf dem Weg zur ersten FabCity Sachsens vorankommen kann: einer Stadt, die lokale Produktion, offene Technologien und Kreislaufwirtschaft miteinander verbindet.

Vom Makerstammtisch zur FabCity-Initiative

Die Idee einer FabCity Leipzig wuchs aus dem regelmäßigen Makerstammtisch Leipzig, der sich in den vergangenen Jahren als zentraler Treffpunkt für die lokale Maker- und Nachhaltigkeitsszene etabliert hat. Aus diesem offenen Netzwerk heraus entstand der Impuls, die Vision einer FabCity Leipzig wieder aufzugreifen – und gemeinsam weiterzuentwickeln. Das FabCity Forum Leipzig bot dafür den passenden Rahmen: Menschen aus Stadtverwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Handwerk und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um konkrete Ideen, Projekte und Kooperationen zu entwickeln.

Offen denken, gemeinsam handeln

In verschiedenen Arbeitsrunden wurde lebhaft diskutiert, wie sich Leipzigs vielfältige Initiativen künftig besser vernetzen können – von Materialdepots und Repair-Cafés über Makerspaces bis hin zu Projekten im nachhaltigen Bauen und offenen Maschinenbau. Das Beispiel des OShop-Projekts aus Dresden, vorgestellt von Maximilian Stange, zeigte, wie offene Baupläne im Maschinenbau den Zugang zu Werkzeugen und Produktionsanlagen demokratisieren können. Solche Ansätze könnten auch in Leipzig eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, Technologien gemeinschaftlich zu entwickeln und lokal nutzbar zu machen. Auch WikiHouse – ein Konzept für modulare, digital ge-plante Holzbauten – diente als Inspiration für zukünftige Projekte: Wie könnten offene Bau-weisen eines Tages sichtbar werden und den Gedanken einer FabCity im Stadtbild verankern? Immer wieder wurde deutlich: Die Vision einer FabCity lebt vom Miteinander vieler lokaler Akteur*innen, die ihr Wissen, ihre Räume und Ressourcen offen zugänglich machen.


Von der Idee zur Struktur

Ein wiederkehrendes Thema war, wie sich Leipzigs kreative Energie besser bündeln lässt. Diskutiert wurde die Idee einer zentralen Koordination für dezentrale Lösungen – etwa in Form einer digitalen Plattform, die Projekte sichtbar macht, Bedarfe verknüpft und Kooperationen fördert. So könnten bestehende Orte wie das Tanklager West, das Materialbuffet, der Makerspace Leipzig und der Bau-zirkel Leipzig künftig noch stärker als Teil eines gemeinsamen Netzwerks wirken. Auch Vorschläge wie eine „Bibliothek der Dinge“ oder die Einrichtung von Makerspaces in jedem Stadtteil zeigten, dass es um mehr geht als Technologie: Es geht um Zugänge, Teilhabe und gemeinschaftliche Verantwortung.

FabCity-Chatbot: Digitale Unterstützung für offene Stadtproduktion

Besonderes Interesse weckte der Vorschlag eines FabCity-Chatbots: Eine lernende, digitale Schnitt-stelle, die Wohngenossenschaften, FabLabs, Materialdepots, Forschungsprojekte und NGOs miteinander verbindet. Durch natürliche Sprachinteraktion könnte dieser Bot Bedarfe erkennen, Ressourcen vermitteln und Wissen teilen – und damit viele Akteur*innen entlasten, die bisher in kleinteiligen Abstimmungsprozessen Zeit und Energie verlieren. Langfristig könnte daraus ein Werk-zeug entstehen, das urbane Transformation intelligent koordiniert – ein „digitaler Knotenpunkt“ der FabCity Leipzig.


Impulse aus dem Netzwerk

Auch Gäste aus anderen Städten brachten wertvolle Impulse ein: Axel Silvester stellte die Arbeit von FabCity Hamburg vor, Maik Jähne, Vorstandsmitglied des Verbund Offener Werkstätten e.V. teilte seine Erfahrungen aus der Praxis offener Werkstattnetzwerke und ihrer Rolle als regionale Innova-tionsknoten. Darüber hinaus präsentierte die FabRegion Bergisches Städtedreieck ihr Modell zum Recycling von Textilfasern – ein Beispiel dafür, wie lokale Stoffkreisläufe im größeren Maßstab funktionieren können. Diese Beiträge machten deutlich, dass FabCities, FabLabs und offene Werk-stätten bundesweit an einer gemeinsamen Vision arbeiten: einer offenen, resilienten und gemein-wohlorientierten Produktionskultur.

Ausblick: FabCity Leipzig wächst weiter

Zum Abschluss des Forums war spürbar: Das war erst der Anfang. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass das FabCity Forum Leipzig im kommenden Jahr fortgesetzt werden soll – mit dem Ziel, die begonnene Zusammenarbeit zu vertiefen und überregionale Kooperationen zu stärken. Ein enger Austausch mit weiteren Open Source-Initiativen und offenen Werkstätten in Deutschland und Europa soll künftig helfen, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsame Projekte anzustoßen.


Fazit: Zukunft wird gemacht – in Leipzig. Mach mit!

Das FabCity Forum Leipzig hat gezeigt: Zukunft entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen und Zukunft selbst gestalten wollen. In Leipzig wächst gerade ein Netzwerk, das Stadtentwicklung neu denkt – offen, gemeinschaftlich und technologisch souverän.

Warum mitmachen?
Weil du in Leipzig Teil einer Bewegung wirst, die Stadt, Technologie und Gemeinschaft neu verbindet – und deine Ideen als Entwicklerin, Designerin, Unternehmerin, Forscherin oder Stadt-gestalter*in direkt Wirkung zeigen. Was du einbringst – Know-how, Maschinen, Software, Bildung, Materialideen oder Organisation – fließt in ein wachsendes Ökosystem, das allen nutzt:

Das nächste FabCity Forum Leipzig 2026 bietet genau diese Andockpunkte:

  • Workshops zu Open-Source-Produktion, Stadtlogistik und KI-gestützter Kreislaufwirtschaft
  • Projektrunden für Kooperationen zwischen Maker-Spaces, Forschung, Verwaltung und Unternehmen
  • Hands-on-Sessions, um gemeinsam Prototypen, Plattformen und Geschäftsmodelle zu entwickeln

Wer sich beteiligt, hilft mit, Leipzig als erste FabCity Sachsens und Knotenpunkt des offenen Städte-Netzwerks aufzubauen – und profitiert selbst von neuen Kontakten, Ressourcen, Förderchancen und technologischem Austausch.

📞 Peter Hartmann
📧 info@projektwelt-zukunft.info
📱 0163 4607183

Bring dein Wissen, deine Werkzeuge und deine Ideen ein – und sei Teil einer Bewegung, die Stadt, Technologie und Gemeinschaft neu denkt.