So lassen sich Produktion und Entwicklung von Wohnraum demokratisieren

Nicht nur das Bauen- auch die Planung und Entwicklung muss demokratisiert werden

Bislang liegt der Wohnungsbau zum großen Teil in den Händen großer Bau- und Immobiliengesellschaften. Dabei wäre es notwendig, den Wohnungsbau zu demokratisieren. Seit Oktober 2018 arbeitet Open Source Ecology Germany e.V. mit 39 Projektpartnern am ersten offiziellen Standard im Bereich von Open Source Hardware. Dieses Thema ist zentral wichtig, besonders mit der Aussicht auf einen nachhaltigen und demokratischen Wohnungsbau für die Open-Source-Hardware die Grundlage bilden wird.

Alle offenen Baupläne werden dezentral verwaltet, durch Open Innovation weiterentwickelt und mit der Community geteilt

Das Ziel ist der Aufbau einer offenen dezentralen Infrastruktur für Open-Source-Hardware, sodass gemeinschaftliche Technologieentwicklung zu einer breiten-Anwendung in Produktion, Bildung und Forschung werden kann. So könnte insbesondere auch eine freie technologische Infrastruktur für modularen Wohnungsbau entstehen, so wie man es von freier Software kennet. Diesem Netzwerk könnten sich Startups und Forschungsprojekte wie openWB und Modul17 anschließen.

Serieller Holzbau kommt immer mehr im Trend wie am Beispiel von CREE Buildings und der AH Aktiv-Haus GmbH

All diese offenen Baupläne werden auf einer gemeinsam genutzten digitalen Bibliothek dezentral verwaltet. Das Ergebnis wäre demnach ein modularer Technologiebaukasten incl. Grundmodule, Energiespeicher sowie dezentrale Versorgungssysteme. Daraus könnte sich mit der Zeit ein europaweiter Standard für Open Source Hardware im Bauwesen etablieren deren Komponenten aus recycelten bzw. ökologischen Baustoffen bestehen. Dafür braucht es gleichzeitig auch Orte freier Forschung, wo interdisziplinäre Projekte gemeinschaftlich entwickelt, gebaut und getestet werden können.